Vegane Babybauchtorte

Ich wollte schon immer eine Babybauchtorte backen, mangels Babys im Freundeskreis bin ich nur leider nie zu der Ehre gekommen. Meine beste Freundin stieg nun in den Mamiclub ein und hat mich für die Babyparty werken lassen – juhu! Ich habe dafür folgendes verwendet:

Werkzeug

  • Herzbackform (ich habe die von Kaiser)
  • Tortenspringform
  • Fußballkuchenform (ich habe die von Städter, es geht aber auch diese Ikea-Schüssel)
  • Ikea-Schüssel 12 cm Durchmesser (diese)
  • Kuchendekorationswerkzeug (für mich reicht ein günstiges, ich habe dieses)
  • Große, stabile Platte (auf der man die Torte zusammenbasteln & transportieren kann)
  • „Standard“ Utensilien (Mixer, Rührschüssel usw)
  • Praktisch ist auch ein Tortenbodenheber!

Zutaten

Die Torten“böden“ habe ich auf zwei Etappen gemacht. Einmal die Basis und im zweiten Durchgang Bauch & Busen.

Für den ersten Durchgang hab ich diese Menge benötigt:

260 g Schokolade
1 kg Mehl
760 g Zucker (ich reduziere meist den Zuckergehalt um 5-10%, je nach Geschmack)
60 g Backpulver
60 g Kakaopulver
1 l Pflanzendrink (lt. Rezept, allerdings hab ich weniger gebraucht, schaut wie flüssig der Teig schon ist)
540 ml Brat-/Backöl

Für den zweiten Durchgang um 1/4 weniger:

195 g Schokolade
750 g Mehl
570 g Zucker
45 g Backpulver
45 g Kakaopulver
750 l Pflanzendrink (wieder nach Gefühl reduzieren)
405 ml Brat-/Backöl

Außerdem noch:
2 Gläser Marillenkonfitüre
Lebensmittelfarbe (die besten, ergiebigsten sind die von Wilton)
1 kg Rollfondant weiß (bin mit diesem sehr zufrieden)
250-500 g Rollfondant in der Farbe deiner Wahl 😉
Backkleber (oder Wasser)
optional Lebensmittelstifte zum Bemalen des Rollfondants

Los geht’s!

Heizt den Ofen auf 190° Ober-/Unterhitze vor. Mischt die trockenen Zutaten (Mehl, Zucker, Backpulver & Kakaopulver) und schmelzt die Schokolade im Wasserbad (oder alternativ vorsichtig in der Mikrowelle). Das Öl dazugeben, danach die geschmolzene Schokolade hinzufügen und am Schluss den Pflanzendrink. Achtung: geht nach Gefühl, es kann sein dass auch ein bisschen weniger davon reicht! 🙂

Gebt den Teig mit gleicher Höhe in die Herz- und Tortenspringform. Da mein Ofen nicht beide gleichzeitig auf eine Ebene reinbekommt, habe ich zuerst die eine gebacken und danach die zweite (die zweite habe ich im Kühlschrank abgedeckt zwischengelagert). Wenn ihr nur eine kleine „Busenschüssel“-Form habt, könnt ihr auch gerne einen Busen jetzt und den zweiten dann beim zweiten Durchgang backen. 😉

Für Bauch & Busen habe ich zuerst die Menge des Busens in die kleine, ausgefettete Schüssel gegeben, falls ihr nur eine habt und alles beim zweiten Durchgang macht müsst ihr nochmal die Menge beiseitegeben und sobald der erste fertig ist, diesen backen. Den Rest in die Form für den Bauch geben.

Am besten immer die Stäbchenprobe machen, dann kann nichts schief gehen. In meinem Backofen hat ein normalgroßer Tortenboden ca. eine Stunde gebraucht, aber der Babybauch ist höher, weswegen sich die Backzeit auch verlängert. Die Brüste brauchen natürlich nicht so lange. 😉

Das Zusammenbasteln

Wichtig: Bevor ihr alles zusammenbastelt, alle Tortenböden komplett auskühlen lassen!

Ich habe auf ein Backblech Marmelade geschmiert, damit nichts verrutschen kann, und dann den runden Tortenboden unten platziert. Dann habe ich den Herzboden darüber gehalten, damit ich abschätzen kann, wieviel ich von der Spitze unten abschneiden muss. Es muss nicht ganz genau sein, man verklebt sowieso alles mit Marmelade und es kommt ja auch noch das Fondant darüber. 🙂

Wenn ihr wollt, könnt ihr (wie ich) auch die beiden Tortenböden halbieren und Marmelade reinschmieren. Ich mische immer Wasser oder/und Rum dazu für ein besseres Handling.

Das gröbste ist geschafft, der „Körper“ ist zusammengeklebt. Den bedeckt ihr dann wieder mit der Marmelade, auch die Seiten.

Als nächstes werden der Babybauch und Busen „montiert“. Ich habe dann noch Chirurg gespielt und seitlich , wo etwas übergestanden ist oder nicht gepasst hat, weggeschnitten. Auf Bauch & Busen kommt wieder Marmelade. Nun sind wir fertig mit der Montage, juhu! Jetzt geht’s ans Eingemachte….

Die Dekoration

Das wichtigste ist eine saubere Küchenplatte/Unterlage! Auf dem weißen Fondant sieht man wirklich ALLES! Ich habe mir ungefähr mit einem Maßband abgemessen, welche Größe ich für die für das weiße Kleid benötige. Mit dem im Modellierwerkzeug beinhalteten Roller habe ich dann mal das ganze Kilo ausgerollt. In meinem Modellierwerkzeugset war auch ein „Glätter“ dabei, mit dem ich Unebenmäßigkeiten ausgeglichen habe. Fürs Platzieren auf der Torte kann man sich gerne Hilfe holen, alleine funktioniert es aber dank der guten Fondant-Eigenschaften auch. 🙂

Vermutlich wird’s euch wie mir gehen und es wird nicht alles gleich perfekt. Das ist aber überhaupt kein Problem! Ich habe mit dem Glätter wieder Risse oder Unebenmäßigkeiten versucht auszugleichen. Die an den unteren Rändern überstehenden weißen Fondantreste habe ich weggeschnitten (und für später wieder zusammengeknetet) und das Fondant so gut es ging unter den Tortenboden „gesteckt“.

Als nächstes rollt ihr eure gewünschte Zweitfarbe aus, da der kleine Wurm ein Bub ist, habe ich mich klassisch für Blau entschieden. Für die Deko kam mir meine wunderbare Freundin Melli (quasi eingeflogen für die Babyparty) zu Hilfe. Genauer gesagt war sie der „Head of Design“ – sie ist wirklich unglaublich talentiert was das (und vieles andere!) betrifft.

Zuerst haben wir uns ans Kaschieren des unteren Randes gemacht, und eine Bordüre geschnitten (in zwei Teilen haben wir sie mithilfe eines Backklebers „montiert“). Darüber haben wir (oder eher Melli) weiße & blaue „Bänder“ eingezwirbelt, die wir über die ca. 3 cm Bordüre – je nachdem wieviel kaschiert werden muss – als Übergang geklebt haben (wieder auf zwei Mal raufgeklebt). Damit der Busenteil nicht so weiß bleibt, haben wir hier eine Halbkreisbordüre gemacht. Um es euch besser verständlich zu machen – hier die Torte von der Seite:

DSC07328

Als nächstes haben wir die Masche gemacht. Als erstes zwei langschenkelige Dreiecke, deren Spitzen sich in der Mitte treffen unter den Busen kleben. Dann die beiden Maschen, auch am besten getrennt, vor der Montage formen, dann die herunter“hängenden“ Spitzen und am Schluss den Knopf, der alle Ränder in der Mitte kaschiert, befestigen.

Nun hatten wir ja noch weiße Fondantreste. Die verkneteten wir nun vorsichtig mit ein paar blauen Resten, damit ein Marmormuster entsteht. Wir haben dann mit einem kleinen Glas diese Kreise ausgestochen und raufgeklebt – eurer Fantasie sind natürlich keine Grenzen gesetzt, ihr könnt auch Herzen oder was auch immer ihr wollt kreieren. 🙂

Melli hatte Lebensmittelstifte mit, womit sie noch kleine Details aufmalte.

Et voilà – hier ist die Babytorte:

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Ach ja, das Rezept habe ich aus dem Buch „Wir backen vegan“ von Melanie & Siegfried Kröpfl. Ich LIEBE dieses Backbuch, die Rezepte sind wirklich einfach nachzubacken und ich habe schon so einiges daraus probiert.

 

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